POPLC®

Säule
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POPLC® Säule

Säulensegmente
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Säulensegmente
Haltesegmente
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Haltesegmente
Prisma
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Prisma

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Ein neuer Weg zur Verbesserung der HPLC Trennungen

POPLC®

Das wichtigste Werkzeug bei der Methodenentwicklung in der HPLC ist die Selektivität der stationären Phase. Der Stellenwert der stationären Phase ist allein an der Anzahl der kommerziell verfügbaren RP Phasen abzulesen. Deren Zahl liegt bis dato bei 750 und jährlich kommen neue Packungsmaterialien hinzu. Der Anwender steht nun häufig vor der Aufgabe aus dieser großen Anzahl von HPLC-Phasen genau die richtige Säule für seine Applikation zu finden. Diese Suche gestaltet sich oft sehr schwierig und muss häufig durch eine aufwendige Optimierung der mobilen Phase kompensiert werden.

Gelingt es die optimale stationäre Phase für eine Trennung zu finden, so ist die Optimierung der Trennung wesentlich einfacher. Mit Hilfe der neuen Phasen-optimierten Flüssigkeitschromatographie (POPLC®) wird hier ein völlig neuer Weg der Methodenoptimierung beschritten. Nach einer groben Auswahl der mobilen Phase wird nur die stationäre Phase optimiert.

Die POPLC® basiert auf der Theorie des "PRISMA Modells" die schon früher zur Optimierung der flüssigchromatographischen mobilen Phasen eingesetzt wurde [Szabolcs Nyiredy, K. Dallenbach-Tölke, O. Sticher in JPC (Journal of Planar Chromatography) 1, (1988), Seite 1241]. Abbildung 4 zeigt ein solches Prisma. Hierbei repräsentiert die Höhe der Schenkel des Prismas die Retentionsstärke der eingesetzten stationären Phasen für einen entsprechenden Analyten. Die optimale Retentionsstärke für diesen Analyten liegt irgendwo in der Fläche die vom Prisma aufgespannt wird und kann durch geschickte Kombination der einzelnen stationären Phasen (A, B, C) eingestellt werden. Zur Kombination der einzelnen stationären Phasen wird ein segmentiertes Säulensystem verwendet.

Vorgehensweise

Aus Erfahrung bzw. mittels Vorversuchen wird eine mobile Phase hergestellt und unter jeweils gleichen Bedingungen wird mit dieser mobilen Phase auf verschiedenen stationären Phasen die Retentionszeiten für alle Komponenten isokratisch bestimmt. Für diese Basismessungen kommen in ihrer Selektivität möglichst unterschiedliche stationäre Phasen zum Einsatz. Dies wären z.B. C18, C18 mit erhöhter polarer Selektivität und Phenyl, oder zusätzlich C30 oder Cyanopropyl (CN). Verschiedene Analyten zeigen auf den unterschiedlichen stationären Phasen nicht identisches Retentionsverhalten, da jede stationäre Phase mit unterschiedlichen Stellen des Moleküls verschieden starke Wechselwirkungen eingeht. Die gemessenen Retentionszeiten auf den jeweiligen stationären Phasen werden dann in einer Optimierungssoftware verarbeitet. Die Software berechnet daraus die optimale Zusammensetzung und Anzahl der Säulensegmente.